Andreas Rehberg im Interview: Chancen für Standort-Verbesserungen (2 / 2)

Wo steht der Büroflächenmarkt Hamburg?


News | Hamburg
05.05.2021


Im ersten Teil des Interviews mit der G&B-Pressestelle hat Geschäftsführer Andreas Rehberg über den guten Jahresauftakt auf dem Hamburger Büromarkt gesprochen. Während einige Unternehmen ihren aktuellen Büroflächenbedarf schon genau wissen und gezielt neue Flächen suchen, zeigen sich andere noch zögerlich. Weitere interessante Entwicklungen auf dem Büromarkt Hamburg lesen Sie hier im zweiten Teil.

Herr Rehberg, wie sieht es denn mit dem Leerstand konkret aus?

Rehberg: Die Anzahl an kurzfristig verfügbaren Büroflächen hat unbestreitbar zugenommen. Allerdings in einem absolut gesunden Rahmen.
 

Können Sie das bitte näher erläutern?

Rehberg: Vor dem Beginn der Pandemie lag die Leerstandsquote in Hamburg auf einem historischen Tief von unter drei Prozent. Es gab also nahezu keine Auswahl an Büroflächen mehr, die Firmen mussten nehmen, was verfügbar war. Oder sie konnten schlicht nicht umziehen. Teilweise mussten sich Unternehmen drei bis vier Jahre im Voraus entscheiden, besonders dann, wenn sie große zusammenhängende Neubauflächen oder einen kompletten Büroneubau brauchten. Aus diesem Grund bieten sich Firmen jetzt attraktive Standortalternativen und große Chancen.
 

Wie sehen diese Chancen denn aus?

Rehberg: Arbeiten Angestellte von zu Hause aus, brauchen Unternehmen weniger Bürofläche. Wenn sie Homeoffice ganz oder teilweise beibehalten, müssen sie in Zukunft weniger feste Arbeitsplätze vorhalten. Gleichzeitig wird der Anteil an Flächen zum Austausch oder für Meetings größer, um genug Platz für Zusammenkünfte zu haben. Am Ende ist der Flächenbedarf aber immer noch kleiner als vorher. Deshalb sollten Unternehmen über eine reine Flächenverkleinerung hinausdenken. Sie können sich jetzt einen besseren, qualitativ hochwertigeren Standort leisten und sparen trotzdem Mietkosten ein. Ein Umzug hilft nicht nur dabei, die Effizienz von Arbeitsprozessen zu schärfen, sondern auch bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter. Gerade die jüngere Generation legt heute großen Wert auf eine ansprechende Arbeitsumgebung in einem lebendigen Umfeld mit guter Nahversorgung.
 

Kommen wir zu den Büromieten in Hamburg. Wie entwickeln sie sich?

Rehberg: Sie sind erfreulich stabil. Signifikante Schwankungen sind bisher ausgeblieben. Angesichts immer neuer Dax-Höchststände, die auf künftige Stabilität hindeuten, sind massive Rückgänge auch nicht zu erwarten. Bei Incentives wie Baukostenzuschüssen oder mietfreien Zeiten hat sich der Spielraum allerdings vergrößert.
 

Stichwort Neubau. Vergrößert sich angesichts des hohen Fertigstellungsvolumens nicht die Gefahr einer Flächenschwemme?

Rehberg: Das bezweifele ich sehr. Weil viel mehr Menschen digital arbeiten als vor der Pandemie, wird sich auch die Arbeitswelt weitaus stärker digitalisieren müssen. So, wie sich die Unternehmen weiterentwickeln, müssen auch die Bürogebäude an die neuen Anforderungen angepasst werden. Nur so spiegeln sie das Geschäftsmodell ihrer Mieter wider.


Herr Rehberg, wir danken Ihnen für das Gespräch!

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